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Well well, sechs Monate sind schon vergangen seit ich das kleine Deutschland verlassen habe, und über einen Monat ist schon vergangen seit ich wieder was geschrieben habe. Da tu ich mir und anderen doch mal die Freude und schreib dann mal wieder was. Hoffentlich fällt mir noch alles wieder ein.

Der Alltag hat mich wieder eingeholt. Morgens die Jungs zur Schule bringen, Einkaufen gehn und kram so machen und dann wenn die Jungs wiederkommen Hausaufgaben machen und dann spielen.

Anfang Oktober wurde ein Geburtstag einer Schwedin in T.G.I. Fridays gefeiert. Witzigerweise, wir waren mit 12 Leuten übrigens da, hat das Geld nicht gepasst, obwohl jeder sein Gericht plus Tipp bezahlt hat. Dann sind einige gegangen und es hat immernoch ein zweistelliger Betrag über den 50igern hinaus gefehlt. Tja mehr als 6 Personen am Tisch und die Steuer erhoeht sich sofort auf 18%. Nicht, dass die Sachen die man zu essen kauft nicht schon teuer genug wären. Penner. An einem anderem Abend waren wir dann in Boston in einem Club. Zumindeste versuchten wir es, da alleserst ab 21 reinlässt. daemliche Regierung. Aber wir wussten von einem Club, dass er auch ab 18 reinlässt. Also rein da. $20 eintritt…heftig. Noch dazu…kaum Mädels…ausser die, die wir dabei hatten. Kein Wunder, schwulenclub…Fazit: kein Boston clubbing mehr! (unter 21)

Ich habe auch den Gutschein für die Flugstunde am nächsten Wochenende eingeloest den mir meine Gastmutter geschenkt hatte. Ein toller Flug und eine sehr neue Maschine. Endlich viele viele Fotos von Massachusetts. Und fliegen durfte ich auch alleine, aber ohne lenkrad, sondern mit Steuerknüppel, bei dem man den Arm noch gemütlich auf die Armlehne legen kann. Auch hatte es viele elektronische und keine Meschanischen anzeigen, wie es früher so üblich war. Mir war das egal. picture-224-small.jpg

Am selben Wochenende gabs dann ein Monopoly Abend. Bestes Monopoly spiel bisher. Bin noch nie so angeschrien worden. Aber vielleicht sollte ich beim Anfang anfangen.

Nach eineinhalb Monaten will ich nochmal jemanden zu mir nach Hause einladen. Oder eher, wir wollen einen Monopoly Abend machen aber nirgens war genug platz oder so und da dachte ich, da ja schon lang keiner mehr bei mir war, und wir ja auch nur Monopoly spielen, frag und ladt sie zu uns ein. Ich habe gefragt und mir wurde der Speicher verwehrt, da meine Gastmutter dort alles hoeren kann und dann nicht schlafen kann, und sie hätte schon einen schlechten Schlaf gehabt die letzten Wochen. Akzeptiert, kann ich verstehen. Aber sie offerierte mir den Keller. Nicht ausgebaut, aber wer braucht das beim Monopoly spielen? So kam es, auch nachdem ich versuchte einen anderen Platz zu finden, dass es letzten endes doch bei mir stattfand. Ich baue mit einem Gast schon unten den Tisch auf und snacks und oben wird an der Tür geklopft, ein weiterer Gast. Meine Gastmutter schickte den Gast runter zu mir. Es klopfte wieder, Sie oeffnete, schrie mich an, dass sie doch nicht mein Butler ist und ihre Mutter verfickt noch mal im sterben liegt und ich doch kein feeling für anderer Leute Gefühle habe. Das musste ich erstmal runterschlucken, und befor ich sie ein letztes mal zur Tür rennen lasse, stell ich mich lieber dahin. Sie sah mich, kam auf mich zu und schrie mich ein weiteres mal an, dass ich doch verfickt nochmal da stehen soll, dass wir uns unbedingt darüber unterhalten müssen, und dass ich sie nur ausnutzen würde, denn da sind 5 Leute und wir müssten ausgerechnet ihren Keller benutzen? Zittrig gehe ich mit dem letzten Gast, der alles mitbekommen hatte, genauso wie die anderen, nach unten in den Keller und schlucke das erstmal runter. Und ich rekapitulierte: Sie bot mir den Keller an, den Tisch, die Stühle, Musikgerät. Schreit mich an, dass ich das ausnutzen würde? Davon mal abgesehen, dass mir immer gesagt wurde, dass ich Leute einladen koenne. Fakt! Reaktion: Koffer packen, bis ich dann irgendwann spät nachts einegschlafen bin vor erschoepfung.

Am nächsten Tag war der nächste Schritt meine Koordinatorin anzurufen und weit weit weg sich von zu Hause aufzuhalten. Dabei wurde ich auch von der Polizei angehalten, der aufgefallen ist, dass die Inspektion des Autos überfaelllig ist. Danke, aber auch das ist bis heute noch nicht geregelt.

Ein Gespräch mit meiner LCC wurde realität. Meine Gastmutter war nicht der Meinung, dass ich die Dinge mache, die sie mir aufträgt, z.B. Küche putzen, Waschmachine ausräumen, Müll rausbringen, und dass ich es ja auch nicht in der Liste abhaken würde.  Mein Gastvaterwar nicht derselben Meinung wie sie, er sagte, dass ich für mein Alter einen guten Job mache, denn er hat Kids die älter sind als ich und die würden keinen Finger krumm machen, wenn er sie mit mir vergleichen würde. Auch bin ich ja für die Jungs da und das klappt ja wohl. Nunja, betteln dass ich bleibe wollte ich nicht und ich gehe meiner Gastmutter schon eine ganze Weile aus dem Weg weil sie mit allem moeglichen an Aufgaben zu mir kommt und auch gern mal radikale annahmen über meine Persoenlichkeit und meine Erziehung auspricht. Wie dem auch sei, mein gastvater verließ den Raum und ließ meine Gastmutter unterzeichnen, dass ich die Familie wechsel. Auch ich unterschrieb. Nick, der kleine (9) war sauer auf seine Mutter, was sie wohl überrascht hatte, und Jake(12), war Jake, er wollte ein Mädel wieder haben….Für mich hieß die Deadline: 2 Wochen, oder Heim.

Traurig kam der Kleine in der darauffolgenden Woche nach Hause, hatte Fußbaltraining, wollte nicht gehen weil er mit mir seine Zeit verbringen wollte, und hat auch ab und zu gefragt warum ich nicht bleiben koenne. Eines Tages kam mein Gastvater morgens an und fragte mich auch nochmal, ob ich nicht bleiben wolle, es wäre voll ok. Ich habe nicht geantwortet. Am selben morgen sagte mein Kleiner nochmal, dass ich doch mit seiner Mutter klarkommen solle, ich soll verdammt nochmal bleiben. Und so dachte ich auch drüber nach. Wir sind doch erwachsene Menschen und koennen reden und die Probleme aus der Welt schaffen. Ich rief meinen Gastvater an, und wir hatten ein gutes Gespräch, dass doch 3 aus der Familie wollen, dass ich bleibe. Auch meine Gastmutter kam abends zu mir und entschuldigte sich, dass sie die Putzfrauen dann wahrscheinlich zweimal die Woche kriegen und sie wohl etwas anderes vom Au Pair Programm erwartet hatte. Richtig richtig. Eine Hausmaid bin ich tatsächlich nicht.

Damit habe ich das rematch gecancelt. Mehr für die Kleinen, als für mich. Immerhin spricht sie jetzt anders mit mir als vorher und demnächst wird noch ein klärendes Gespräch mit der LCC folgen, wie meine Aufgaben denn nun aussehen. Ein Hoffnungsschimmer.

Am Wochende zwischen dieser Halbjahresprüfung, fand man sich auch nochmal in Boston wieder um ins Aquarium zu gehen. Sehr cool eigentlich. Ein Zylindrigfoermiges Wasserbecken in der Mitte der Halle und wirklich alles was Rang und Namen hat schwimmt drin rum. Rochen, fette Fische, kleine Fische, eine dicke lange grüne Muräne, eine riesen Wasserschildkroete und ganz gechillt daneben schwammen noch drei Haie rum.

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Ende Oktober folgte dann ein “College” Wochenende in Silver Bay. An Lake Goerge in New York. Etwa achtzig Meilen noerdlich von Albany. Eine kurze vier einhalb stündige Fahrt mit dem Auto brachte uns dahin. 3 credits fürs nichtstun. Ganz ehrlich, rumsitzen in den Workshops die man sich ausgesucht hat, freie Kost und Zimmer, was will man mehr. Transportiert man dann noch ein wenig Vodka in Wasserflaschen, perfekt und schon kanns losgehen. Aber ne dicke Halloweenparty haben die gemacht. Anders als normale Wochenenden da, haben die Lehrer ein Geisterhaus geschmückt und präperiert. Das Mädchen von “The Ring” lief darin rum, man wurde erschreckt und rausgeworfen. Nicht schlecht. Und dann noch ein paar andere Stationen wie, Zauberei, Geistergeschichte, Halloweenspiele. Und danach folgte die große Party. Geile Party, geile Leute….Wenn ihr versteht =D, aber leider zu viel R&B und Hip Hop…zu wenig House wurde gespielt.picture-392-small.jpg

Zu Hause wurde dann auch nochmal Halloween gefeiert. Meine Jungs verkleideten sich und gingen von Haus zu Haus. Aber in einer Nachbarschaft wo schon hunderte Kinder umhergingen und ein Haus soll wohl legendär geschmückt sein. Das ist Stephans Haus gewesen. Ich durfte mit meiner Gastfamilie dann zu Freunden von denen und dort ein wenig mit denen feiern und quatschen. Sowas nimmt man doch endlich gerne mit 🙂

Am nächsten Wochenende folgte dann mein letztes Quincy Wochenende, wofür ich dann noch mein Journal schreiben und ein paar Collagen machen musste. VOll fürn Arsch die Arbeit und total kindisch, aber immerhin hab ich jetzt meine credits. Jetzt muss ich für Silver Bay nächste Woche noch etwas über Football schreiben und ich bin fertig.

Ich überlege dann im frühjahr noch grad hier die Massachusetts drivers license nebenbei zu machen, weil die extrem billig ist und ich dann in ganz USA fahren kann. Nächste Woche gehts nach New Hampshire, und es sollten wirklich, wie Stephan bereits sagte, detailiertere Einträge wieder folgen…im Wochenrhytmus. Also dann,

cu